{"product_id":"lappel-du-vide-metro","title":"L'appel Du Vide - Metro","description":"\u003cp\u003eDu reitest über die Zwickauer Hügel nach Nordosten. Die Lederzügel schneiden sich in deine gefrorenen Hände, während sich heiss-saurer Sod nach oben brennt. \u003cbr\u003eMetaphysischer Katerschweiss sticht sich Pore für Pore durch deine Haut, durch ein verblasstes Sargtattoo auf dem Unterarm. Die müden Füße in den NVA-Stiefeln deines Vaters umklammern die Flanken eines dampfenden, grauen Appaloosa, oder ist es doch nur die frisierte Simson S51? \u003cbr\u003eEgal, denn eigentlich ist es deine ur-eigene Mind-Machine, in der du dem Ruf der Leere folgend durch die Ruinen der Selbsterkenntnis irrst. Nach Chemnitz - dem San Francisco des ganz kleinen Mannes. \u003cbr\u003e\u003cbr\u003eErwarten wird dich dort allerdings nicht Bernd Spier's einfältige Flowertime, sondern Asbest, Eternit und vor allem die Risse, die sich durch ebendiesen ziehen. \u003cbr\u003eGenau da verdichten sich die Songs auf L'Appel du Vide's erstem Full-Length \"Metro\" jedem Leerstand trotzend zu einem 9 Stories hohen Monolithen aus Post-Punk, Death-Rock, Synth- und Darkwave, der einen - einmal erklommen - über jene Genregrenzen hinwegschauen lässt. \u003cbr\u003eEin schwarz-schimmernder Jengaturm aus (East-)German\u003cspan class=\"bcTruncateMore\"\u003e Angst und kompromissloser Innenschau. So viel aufrichtiger wankend, als ein Campino im einstudierten Seitwärts-Taumeltanz der Mitte der Gesellschaft weismachen will, führt er dich weg von den tief hängenden Früchten des epigonalen (Post-)Punkswindles. \u003cbr\u003eHin zu den aufgehenden Blüten echter Musikliebhaberei. Man hat sich festgebissen und ist drangeblieben, hat geschürft und sortiert, die Linernotes gelesen und vor allem eins: den vielen Platten zugehört. Die Schubladen aufgemacht und offen gelassen.   \u003cbr\u003e\u003cbr\u003eSänger René klagt sich ohne Allüren, zeigefingerfrei und immun gegen jedes Zeitgeistgeheische ins zunächst eigene Herz. Die Gitarre sägt, klirrt und kreischt vor Hunger und ist doch satt. Die Rhythm-Section knurrt und scheppert und bumst sich geradeaus in den Abyss, aus dem auch analoge Synths hier und da auftauchen um kurz Luft zu schnappen. Überhaupt kann man die Instrumente atmen hören, so ehrlich ist der Sound. \u003cbr\u003e\u003cbr\u003eGitarrist Flatty hat die Band Anfang 2023 im Studio Gloom, Chemnitz aufgenommen. Doch da ist nicht nur Sachsen und die zu oft beschworenen, modrigen Wurzeln der Hängengebliebenen. Da ist Detroit, Frisco und Los Angeles. Manchester, New York und Portland. Und genau so wie Poison Idea's \"Feel the Darkness\" (um dann doch mal eine Reminiszenz zu bemühen) beginnt, endet \"Metro\" nach 37 Minuten Spielzeit - mit nacktem Piano. \u003cbr\u003e\u003cbr\u003eDazwischen: eine Verwandtschaft in Wucht und Haltung, nur ohne Metal- und Gepose. Just Power and Void. Und in der Satteltasche ein altes Foto vom Meer, körnig, schwarz-weiss und doch alle Farben widerspiegelnd.\u003c\/span\u003e\u003cspan\u003e  \u003c\/span\u003e\u003c\/p\u003e","brand":"It`s Eleven Records","offers":[{"title":"Default Title","offer_id":59567998861646,"sku":null,"price":15.0,"currency_code":"EUR","in_stock":true}],"thumbnail_url":"\/\/cdn.shopify.com\/s\/files\/1\/1028\/7900\/2958\/files\/cover_074844a0-bd37-4d94-b4be-3f3c30c96b2a.jpg?v=1777888179","url":"https:\/\/itseleven-records.de\/products\/lappel-du-vide-metro","provider":"It's Eleven Records","version":"1.0","type":"link"}